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Geschichte
 
> Bundeshauptstadt Bonn

Die vorläufige Bundeshauptstadt

Eröffnungssitzung des Parlamentarischen Rates am 1. September 1948 im Museum Alexander Koenig

Am 5. Juli 1948 wurden Bonns Stadtväter gefragt, ob sie den vorbereitenden Verfassungskonvent unterbringen könnten. Sie sagten sofort Ja, und am 1. September fand die Eröffnungssitzung des Parlamentarischen Rates im Museum Koenig statt. Am 3. November 1949 bestätigte der Deutsche Bundestag das Votum des Parlamentarischen Rates, Bonn zur vorläufigen Bundeshauptstadt zu machen. Fünf Jahrzehnte lang erwies sich die Stadt als hervorragender Gastgeber, während sich Deutschland zu einer führenden Wirtschaftsmacht entwickelte. Der deutsche Einigungsvertrag 1990 machte Berlin zur Hauptstadt und 1991 beschloss der Bundestag seinen Umzug an die Spree. Das Parlament und Teile der Regierung nahmen 1999 ihre Arbeit in Berlin auf.

Daten und Fakten:

1949:
Bonn wird zur vorläufigen Bundeshauptstadt bestimmt.

1969:
Die Stadt Bonn, Bad Godesberg, Beuel sowie Teile des Amtes Duisdorf und des Siegkreises werden zur neuen Stadt Bonn zusammengeschlossen.

1970:
Finanzvereinbarung zwischen Bund, Land und Stadt über den Ausbau Bonns als Bundeshauptstadt.

1989:
Feier des Doppeljubiläums 2000 Jahre Bonn und 40 Jahre Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland.

1990:
Im deutschen Einigungsvertrag wird Berlin zur Hauptstadt bestimmt.

1991:
Der Bundestag beschließt, seinen Sitz nach Berlin zu verlegen.

1994:
Das Berlin/Bonn-Gesetz legt eine „faire Arbeitsteilung“ zwischen der Bundesstadt Bonn und der Bundeshauptstadt Berlin fest; der Ausgleichsvertrag sichert Bonn die Gesamtsumme von 2,8 Milliarden Mark für den Strukturwandel.

1996:
Bonn wird UNO-Stadt.

1999:
Beginn der Verlagerung von Bundestag und Teilen der Bundesregierung von Bonn nach Berlin und von Bundesbehörden aus Berlin und Frankfurt nach Bonn.



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