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Geschichte
 
> Bundesstadt Bonn

Die Stadt im Umbruch

Luftaufnahme der Bundesstadt in Richtung Süden: im Vordergrund Innenstadt und Schloss, den Rhein aufwärts das Bundesviertel, im Hintergrund das Siebengebirge.
Die Bonner verfolgen Live die Bonn-Berlin-Entscheidung auf dem Marktplatz

Auch nach dem Regierungsumzug behält Bonn wichtige Staatsfunktionen. Mehr als 20 Bundesbehörden und zahlreiche nationale, aber auch internationale Organisationen siedeln sich an. 1996 wird Bonn deutsche UNO-Stadt – inzwischen sind hier 15 Einrichtungen der Vereinten Nationen zu Hause. Die Stadt macht sich einen Namen als Schauplatz mehrerer Weltklimagipfel. Bonn wird zur Stadt der internationalen Zusammenarbeit, aber auch zur Stadt der Wissenschaft und Forschung und der zukunftsorientierten Wirtschaft ausgebaut. Die Deutsche Telekom und die Deutsche Post World Net, deren Post Tower zum neuen Wahrzeichen der Stadt wird, haben hier ihre Konzerzentralen. Zunehmend etabliert sich die Stadt als Bühne für den internationalen Dialog und Konferenzen von weltweiter Bedeutung mit dem World Conference Center Bonn, dessen Kernstück der einstige Plenarsaal bildet. Mit einem hochkarätigen Kulturangebot im Bereich der Musik – Ludwig van Beethoven wurde 1770 hier geboren – und der bildenden Kunst hat Bonn inzwischen Beachtung bei den wichtigen Reiseveranstaltern und Aufnahme in Millionen Reisekataloge gefunden. Zur Jahrtausendwende hat Bonn bereits große Schritte des Strukturwandels bewältigt und schaut optimistisch in die Zukunft.

Daten und Fakten:

1994:
Das Berlin-Bonn-Gesetz legt eine „faire Arbeitsteilung“ zwischen der Bundesstadt Bonn und der Bundeshauptstadt Berlin fest. Der Ausgleichsvertrag sichert Bonn die Gesamtsumme von 2,8 Milliarden Mark für den Strukturwandel zu.

1995:
Drei selbstständige Posttöchter installieren ihre Konzernzentralen in Bonn.

1996:
Bonn wird UNO-Stadt, United Nations Volunteers (UNV) und das Ständige Sekretariat der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) ziehen an den Rhein. Das Informationsbüro der UNO öffnet seine Tore.

1998:
Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) nimmt seinen Sitz in Bonn.

1999:
Beginn der Verlagerung von Bundestag und Teilen der Bundesregierung von Bonn nach Berlin sowie von Bundesbehörden aus Berlin und Frankfurt nach Bonn. Ansiedlung des Ständigen Sekretariats der UNO-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD).

2000:
Beginn des Neubaus der Zentrale der Deutschen Post World Net (Post-Tower).

2001:
Eine Abteilung der WHO (Europäisches Regionalbüro, Europäisches Zentrum für Gesundheit und Umwelt) zieht nach Bonn.

2002:
Das Internationale Zentrum der UNESCO für Berufsbildung (UNESCO-UNEVOC) kommt nach Bonn.

2004:
Am 21. Mai wird der „Weg der Demokratie“ eröffnet – mit 18 beschilderten Stationen an zeithistorischen Orten im ehemaligen Regierungsviertel.  2004 nehmen das UNO-Sekretariat für die Internationale Strategie zur Katastrophenvorsorge/ Plattform zur Förderung von Frühwarnung (ISDR-PPEW) sowie das Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit der Universität der Vereinten Nationen (UNU-EHS) die Arbeit auf. Weitere Einrichtungen folgen.

2006:
Das einstige Abgeordnetenhaus, bekannt als „Langer Eugen“, wird UN-Generalsekretär Kofi Annan neuer Dienstsitz der Vereinten Nationen in Bonn offiziell übergeben und fortan UN-Campus genannt.

2007:
Ende August feiert das UN-Water Cecade Programme on Capacity Development (UNW-DPC) seine Eröffnung im UN-Campus. Nun sind 15 UN-Organisationen am Rhein.



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