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Geschichte
 
> Bundesstadt Bonn
Posttower
UN-Gebäude, ehemaliges Abgeodnetenhochhaus (Langer Eugen)

Erfolgreicher Strukturwandel

Als Bundesstadt behält Bonn wichtige Staatsfunktionen. Mehr als 20 Bundesbehörden, darunter das Bundeskartellamt und der Bundesrechnungshof, ziehen nach Bonn. Zahlreiche nationale und internationale Organisationen siedeln sich an. Gleichzeitig wird Bonn zur Stadt der Internationalen Zusammenarbeit, der Wissenschaft und Forschung sowie der zukunftsorientierten Wirtschaft ausgebaut. Darüber hinaus etabliert sich die Stadt zunehmend als Bühne für den internationalen Dialog und Konferenzen von weltweiter Bedeutung, das ehemalige Bundeshaus mit den Plenarsälen wird zum Kernstück des World Conference Center Bonn (WCCB).
Das ehemalige Abgeordnetenhaus „Langer Eugen“ wird zum Zentrum des UN-Campus bestimmt. 15 UN-Einrichtungen sowie nationale und internationale Organisationen bilden ein neues Zentrum für internationale Zusammenarbeit. Der Einzug der Deutschen Welle in den Schürmannbau wertet die Internationalität des Bundesviertels weiter auf. 2000 wird ganz in der Nähe mit dem Neubau der Konzernzentrale der Deutschen Post World Net begonnen. Mittlerweile ist das vom deutsch-amerikanischen Stararchitekten Helmut Jahn entworfene Bürogebäude mit seinen 162,5 Metern Höhe ein markantes Merkmal der Bundesstadt. Die UN-Organisationen, Bundesministerien und Bundesbehörden, rund 150 Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftseinrichtungen und die ansässigen Global Players der Wirtschaft prägen den internationalen Standort auch inhaltlich. Zunehmend wird Bonn zum Knotenpunkt eines Netzwerks, dessen Akteure sich den Fragen einer zukunftsfähigen menschenwürdigen Entwicklung widmen.

Die neuen Häuser auf der Museumsmeile entwickeln sich zu Publikumsmagneten. Die Bundeskunsthalle, das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, das Kunstmuseum Bonn, das Deutsche Museum Bonn und das Museum Koenig ziehen insgesamt jährlich mehr als zwei Millionen Besucher an. Mit seinem hochkarätigen Kulturangebot und den vielfältigen Freizeitofferten hat Bonn inzwischen auch bei den wichtigen Reiseveranstaltern für Deutschlandurlaub Beachtung und Aufnahme in die Reisekataloge – mit einer Gesamtauflage von mehr als 13 Millionen Exemplaren - gefunden. Die Statistik verzeichnet mehr als eine Million Übernachtungen pro Jahr.

Zehn Jahre nach Abschluss der Ausgleichsvereinbarung und fünf Jahre nach dem Regierungsumzug ist der Strukturwandel erfolgreich abgeschlossen. Bonn hat mehr Einwohner und Arbeitsplätze als 1999. Bundespräsident Horst Köhler bezeichnet bei seinem Antrittsbesuch in Bonn am 3. Dezember 2004 den Strukturwandel von der früheren Bundeshauptstadt zur deutschen UNO- und Bundesstadt als "Erfolgsgeschichte". Was geleistet wurde, darüber könne sich ganz Deutschland freuen, erklärt der Bundespräsident und lobt die ausgezeichnete Bonner Atmosphäre als "eine Mischung von bodenständigem Bürgertum, maßvollem Selbstbewusstsein und internationalem Flair".

 



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