
Etwa um das Jahr 11 v. Chr. ließ der Feldherr Drusus im Zuge der geplanten Offensive gegen die noch unbesetzten Gebiete Richtung Elbe im Raum Bonn eine Brücke über den Rhein schlagen. Der Name "Bonna" wird zwischen 13 und 9 v.Chr. "aktenkundig", nämlich erstmals erwähnt von dem römischen Schriftsteller Florus.
Die Offensive 9 n. Chr. im Teutoburger Wald schlug bekanntlich fehl. In der Folge wurden die in Köln stationierten Truppen nach Neuss und Bonn verlegt. Das zuvor unbedeutende Lager in Bonn wurde somit zur Legionsfestung, der "Castra Bonnensia". Die Festung, die etwa 7000 Soldaten beherbergte, wurde zum Ausgangspunkt für die ersten tausend Jahre Entwicklung der Ansiedlungen im Bonner Raum. Neben der an die Festung angeschlossenen Vorstadt (canabae legionis) entwickelte sich weiter südlich eine Zivilsiedlung, in der zeitweise mehr als 10 000 Menschen lebten. Zahlreiche Gutshöfe, die das Lager mit Lebensmitteln versorgten, wurden in seiner Umgebung angelegt.