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Geschichte
 
> Haupt- und Residenzstadt

Von der Reformation zur Aufklärung

Schloss Poppelsdorf bei der Erstürmung im Kölnischen Krieg 1583

Wirklich fußgefasst hat die Reformation in Bonn nie. Drei Versuche scheiterten, wobei der letzte im "Truchsessischen" oder auch "Kölnischen Krieg" endete.

Gerhard Truchseß von Waldburg verlor. Der erste Wittelsbacher, Ernst von Bayern, wird Kölner Kurfürst und bringt Bonn relativ unbeschadet durch den Dreißigjährigen Krieg.

Nach den Wittelsbachern folgen die Habsburger auf dem Kurkölnischen Stuhl - die Glanzzeit Bonns als Residenzstadt beginnt und gipfelt mit barockem Glanz in der Regentschaft Clemens Augusts.

Sparsamer, aber auch fortschrittlicher, führt sein Nachfolger Kurfürst Max Franz die Bonner in die Aufklärung. Er gründet unter anderem die Bonner Universität und baut Godesberg zum Heilbad aus. Der Name Beethoven findet erstmalig in Bonn Erwähnung.

Daten und Fakten:

1542 /46:
Reformationsversuch des Kurfürsten Hermann von Wied.

1583/ 87:
Reformationsversuch des Kurfürsten Gebhard Truchseß von Waldburg; Truchsessischer Krieg.

1597:
Bonn ist endgültig Residenz- und Hauptstadt der Kurfürsten und Erzbischöfe von Köln.

1689:
Zerstörung der zur modernen Festung ausgebauten Stadt bei der Belagerung durch Reichstruppen unter Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg.

1715:
Schleifung der Festung Bonn. Beginn des Ausbaus zur Barockresidenz unter den Wittelsbacher Kurfürsten Joseph Clemens (1688 - 1723) und Clemens August (1723 - 1761).

1770:
Geburt Ludwig van Beethovens in Bonn.

1786:
Gründung der ersten Bonner Universität.

1790:
Ausbau der Godesberger Mineral-Quellen durch Kurfürst Max Franz von Habsburg-Lothringen.



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