
Der Habsburger Max Franz, ein Sohn der Kaiserin Maria Theresia, führte die sparsame Finanzpolitik seines Vorgängers Max Friedrich fort. Er sieht darüber hinaus, als Anhänger der Aufklärung, seine Stellung eher als "Amt" und "Staatsbedienung", wie ein oft zitierter Ausspruch von ihm lautete.
Sein vornehmliches Ziel war, die Bildung und das Wohlergehen der Bevölkerung zu gewährleisten und zu fördern. Unter seiner Regentschaft wurde die, von seinem Vorgänger gegründete "Maxische Akademie" zur Universität ausgebaut und somit erste Universität Bonns.
Godesberg verdankte ihm den Aufstieg zum Heilbad. Hier spielte der junge Beethoven, als Mitglied der Hofkapelle, in der Redoute.
Max Franz, als Förderer von Musik und Theater, ermöglichte später auch Beethovens erste Reise nach Wien. So zeigt sich die Regentschaft von Kurfürst Max Franz als eine vom Geist der Aufklärung geprägte und sehr fruchtbare Epoche Bonns. Sie sollte jedoch nur zehn Jahre andauern, denn schon 1794 drangen französische Revolutionstruppen in Bonn ein und besetzten es. Kurfürst Max Franz musste nach Wien fliehen, und für die Bonner brachen wiederum schwere Zeiten an.