
Die Grundlage der Bonner Wirtschaft bildeten im 19. Jahrhundert, trotz der großen politischen Veränderungen, nach wie vor Handwerk und Landwirtschaft und in geringem Maße der Handel.
Daneben etablierte sich der Fremdenverkehr als neuer Wirtschaftszweig. In dem neuen Naturverständnis der Romantik und als nationales Sinnbild übten der Rhein und seine Landschaft eine neue Anziehungskraft aus.
Als Industriestandort vermochte Bonn sich in dieser Zeit nicht zu profilieren. Die Ansiedlungen konzentrierten sich mehr auf das rechtsrheinische Gebiet und so machte einzig eine Steingutfabrik die innerstädtische Industrie aus. Bonn blieb somit von den Folgen der Frühindustrialisierung verschont und es zogen in der Folge mehr und mehr reiche Rentner, Privatiers und Industrielle zu, die die ruhige Atmosphäre der Universitätsstadt und die landschaftliche Schönheit ringsum schätzten.