
Gebeutelt durch die Demontage der Rheinischen Schwerindustrie und die hohe Inflationsrate brachen auch für die Bonner schwere Zeiten nach dem Ersten Weltkrieg an. Erst gegen Ende der Zwanziger Jahre, mit Abzug der Besatzungstruppen, normalisierte sich das öffentliche Leben wieder einigermaßen. Doch die vergleichsweise ruhige Zeit war nur Verschnaufpause: Der Zweite Weltkrieg kostete 8.000 Bonnern das Leben, die Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Bonns flohen oder wurden deportiert und in Konzentrationslagern umgebracht. Am Ende des Zweiten Weltkrieges hatten nur sieben jüdische Bürger den Holocaust überlebt.
Daten und Fakten:
1918:
Erster Luftangriff auf Bonn.
1918/26:
Stadt und Raum Bonn als Folge des Ersten Weltkrieges von alliierten Truppen besetzt.
1926:
Gründung der Pädagogischen Akademie.
1935:
Godesberg, seit 1926 Bad, erhält Stadtrechte.
1938:
Treffen Hitler - Chamberlain in Bad Godesberg.
1938:
"Reichs-Kristallnacht": Brand der Synagogen in Bonn, Poppelsdorf, Bad Godesberg, Mehlem und Beuel, Plünderung jüdischer Geschäfte.
1942:
Deportation von 474 Juden aus Bonn und Umgebung nach Theresienstadt, Lodz und anderen Orten im Osten, nur sieben überlebten.
1944/45:
Zerstörung der Bonner Innenstadt und von Teilen Beuels durch Bombenangriffe.
1945:
Besetzung von Stadt und Raum Bonn durch amerikanische Truppen.