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Geschichte
 
> Stadtentwicklung im Mittelalter

"Villa Basilika" und "Oppidum Bonnense"

Die einzelnen Keimzellen der Stadtentwicklung in einem neueren Stadtplan eingezeichnet: (1) Villa Basilica um den Cassiusstift (2) Siedlung am Kloster Dietkirchen bei den Trümmern des alten Römerlagers (3) castra Bonnensia) (4) erst um 1200 erwähnte

Die Römer gingen, die Franken kamen. Sie siedelten sich auch in der alten Römerfestung an und nannten sie "Bonnburg". Um die Jahrtausendwende verlagerte sich der Siedlungsschwerpunkt zur "villa Basilika" mit dem Cassiusstift. Vor seinen Toren entstand rheinwärts die offene Marktsiedlung "oppidum Bonnense", erstmalig 1211 offiziell erwähnt, mit einem großen Marktplatz als Mittelpunkt. Aus diesen beiden Keimzellen, der Stiftsburg und der Marktsiedlung, begann die eigentliche Stadtwerdung Bonns.

Daten und Fakten:

804:
Erste Erwähnung der Siedlung "villa Basilica" beim heutigen Münster, des Kerns der mittelalterlichen und heutigen Stadt.

977:
Gründung des Stiftes Vilich.

um 1000:
Verschiebung des Schwergewichts vom ehemaligen Römerlager zur Siedlung am Münster, auf die der Name "Bonn" übergeht.

1151:
Weihe der Doppelkirche von Schwarzrheindorf.

1210:
Baubeginn der Godesburg durch den Kölner Erzbischof Dietrich von Hengebach.

1244:
Das Mauerprivileg des Erzbischofs Konrad von Hochstaden schließt die topographische Entwicklung Bonns zur Stadt ab.

1288:
Die Bildung eines bürgerlichen Rates schließt die Entwicklung Bonns zur Stadt rechtlich ab.



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