
753 ging König Pippin über den Rhein zu seinem Sachsenfeldzug. 921 kam König Heinrich I. der Vogler, den die Geschichte von seinem Vogelherd gerufen hatte, und traf sich mit Karl III., den man den Einfältigen nennt. Auf einem Schiff, das mitten im Rhein verankert war, legten die beiden Herrscher die Grenzen des Ost- und Westfrankenreiches fest.
Übrigens lag in der Bonnburg auch eine königliche Münzstätte. Hier wurden die Münzen geschlagen, aber das Geld wurde im "Vicus Bonnensis" verdient, einer Händler- und Handwerkersiedlung im Zuge der heutigen Remigiusstraße, die sich nahe bei dem über den Märtyrergräbern entstandenen Cassiusstift entwickelte. In diesem "vicus" traf sich eine bunte Gesellschaft von Fernhändlern, behaftet mit einem Hauch von Abenteuer. Einen von ihnen kennen wir: Er hieß Freosbaldus, war wohl Angelsachse und hatte große Reichtümer verdient.