
Die Bonner Küche ist geprägt von regionalen Einflüssen, rheinischen vor allem, aber auch von solchen, die aus Vorgebirge, Eifel und Hunsrück in die einstige Residenzstadt am Rhein getragen wurden. Auch die französischen Besatzer hinterließen im frühen 19. Jahrhundert kulinarische Spuren. So ist die "Bönnsche Küche" meist herzhaft, oft deftig, nicht selten aber auch raffiniert. Probieren Sie es aus.
Das Fleisch muss vor dem Garen mariniert werden. Dadurch wird das Bindegewebe gelockert, die Fleischfaser mürbe, die Garzeit verkürzt, der Geschmack erst typisch.
Das Fleischstück 3-5 Tage in die Marinade legen. Die Marinade muss das Fleisch dabei vollständig bedecken: Braten nach dem Marinieren gut abtrocknen und in heißem Öl von allen Seiten anbraten. Gehackte Zwiebel und Möhren dazugeben und mit der Flüssigkeit auffüllen. 2 Stunden im geschlossenen Topf schmoren. Den Braten öfter wenden und eventuell Flüssigkeiten nachgießen. Die Bratensauce durch ein Sieb geben. Pumpernickel zerbröckeln und mit den Rosinen 5 Minuten in der Sauce ziehen lassen. Nach Belieben kann man die Sauce mit Marinade abschmecken.
Zutaten:
Marinade:
1 kg Rindfleisch aus der Keule ohne Knochen
1 Möhre
¼ l Rotwein
1 Lorbeerblatt
3 Wacholderbeeren
2 Pimentkörner
2 Zwiebeln
1 Stück Sellerie
¼ l Wasser
2 getrocknete Nelken
Salz, Pfeffer, Pfefferkörner
Zum Braten:
4 EL Öl
2 Möhren
100 g Pumpernickel
1 kleine Zwiebel
½ l Flüssigkeit (Wasser oder Wein)
50g Rosinen
Pfeffer, Salz
Im Rheinland gibt es viele Arten, Bohnensuppe zuzubereiten. Manche schwören darauf, dass dieses Rezept das einzig Wahre ist. Probieren Sie mal:
Bohnen fädeln, waschen, und in gleichmäßige Stücke schneiden. Mit gewaschenem Bohnenkraut in die kochende Fleischbrühe geben. Kartoffeln schälen, würfeln und auch dazu geben. 30 Minuten kochen. Mehl mit saurer Sahne verrühren. Unter Rühren in die Suppe geben. Salzen und pfeffern. Cocktailwürstchen hinzugeben. Heiß werden lassen. Bohnensuppe mit den Würstchen zusammen anrichten. Vor dem Servieren mit zerpflückter Petersilie bestreuen.
Beilage: Reibekuchen.
Zutaten für 4 Personen:
1500 g Stangenbohnen
Bohnenkraut
2,75 l Fleischbrühe
400 g Kartoffeln
2 EL Mehl, gehäuft
2 Tassen saure Sahne
12 kleine Cocktailwürstchen
1 Bund Petersilie
Salz, Pfeffer
Matjesfilets (oder gewässerte, enthäutete und trocken getupfte Salzheringe) in mundgerechte Stücke schneiden. Die abgetropften Rote-Beete-Scheiben vierteln und mit den Heringsstücken in eine Schüssel geben. Darüber Essiggurken und Zwiebeln in dünne Scheiben hobeln und den geschälten Apfel grob darüber raffeln. Zuletzt mit gewürfelten Pellkartoffeln (und dem streifig geschnittenen Rindfleischrest) auffüllen und vorsichtig vermischen. In einer Schale Essig, Öl, die Prise Zucker mit Kümmel und Pfeffer vermischen, abschmecken und über den Salat träufeln.
Über Nacht durchziehen lassen und vor dem Servieren mit Kapern und Eierscheiben garnieren.
Zutaten für 6 Personen:
6 Matjesfilet oder 3 Salzheringe
350 g Rote Beete (Scheiben aus dem Glas)
2 Essiggurken
2 große Zwiebeln
1 säuerlicher Apfel
1 Messerspitze Zucker
½ TL Kümmel
3 EL Feiner Weinessig
2 EL Pflanzenöl
350 g Pellkartoffeln vom Vortag
1 kleines Glas Kapern
1 Ei, hartgekocht
Kartoffeln schälen und roh fein reiben. Brötchen in heißer Milch einweichen, ausdrücken und Milch beiseite stellen. Speck in kleine Würfel schneiden. Beides im Öl in einem großen Topf ausbraten, dann vom Herd nehmen, die beiseitegestellte Milch dazugeben und mit den Speckwürfeln und der Wurst verrühren. Dann Kartoffeln, fein geriebene Zwiebeln, das Brötchen und die Eier hinzufügen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Anschließend alles gut verrühren.
Topf ohne Deckel in den vorgeheizten Ofen stellen und bei 160 Grad Celsius 1 Stunde und 50 Minuten backen lassen.
Warm servieren. Dazu Apfelmus und grünen Salat reichen.
Zutaten:
1,5 kg festgekochte Kartoffeln
1 altbackenes Brötchen
150 ml heiße Milch
250 g geräucherter Speck
2 Mettenden (kleine Mettwürste)
2 Zwiebeln
2 Eier
1 Bund Petersilie
2 EL Öl
Salz, Pfeffer, Muskat