
Im Godesberger Ortsteil Muffendorf, einer schon in karolingischer Zeit bestehenden Siedlung, liegt die alte Martinskirche, eine im Kern romanische Anlage.
Am Rande des malerischen Ortsteils Muffendorf, der zu den besterhaltenen Fachwerksiedlungen im Rheinland gehört, liegt die Kirche auf einem kleinen Hügel, umgeben von Mauer und Friedhof. Sie wird schon in einer Urkunde aus den Jahr 913 genannt und ist insgesamt eine frühromanische Anlage, wie der gedrungene Chorbau und die Apsis zeigen. Mehrfach, zuletzt im 17. Jahrhundert, fanden Erweiterungen statt.Der pittoreske Fachwerkgiebel über den Ostchor und die mächtigen Stützmauern des Turmes kennzeichnen die Kirche als eine der ältesten des Rheinlandes.
Sehr sehenswert ist der Taufstein im Seitenschiff mit den romanischen Reliefverzierungen, die auf irische Vorbilder zurückgehen. Der Rundgang um die Kirche zeigt eine gut ablesbare Entwicklung der Fenster und Schmuckformen rheinischer Romanik. Bei Renovierungsarbeiten stieß man im Inneren der Kirche auf einen Altar aus Trachyt, der der Göttin Diana geweiht war und darauf schließen lässt, dass sich hier schon ein römischer Tempel befand.
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