
Der im 19. Jahrhundert umgestaltete Alte Friedhof wollte als "jardin parlant", als sprechender Garten, den Besucher in eine sanftmelancholische Stimmung versetzen. Noch heute beindruckt die Harmonie von Natur und kunstvollen Grabmälern. Die zahlreichen bedeutenden Persönlichkeiten, die hier ihre letzte Ruhe fanden, dokumentieren Bonns Rang im deutschen Geistesleben des 19. Jahrhunderts.
Der alte Friedhof ist eine Oase am Rande der Innenstadt. Er wurde 1715 durch Kurfürst Josef Clemens "vor gemeine Einwöhner, Paßanten und Soldaten" angelegt. 1787 wurde er zum Hauptfriedhof der Stadt und wandelte sich vom Friedhof für die kleinen Leute Bonns zur letzten Ruhestätte vieler Prominenter. Im 19. Jahrhundert wurde er von J.P. Lenné parkartig umgestaltet.
Die Grabstätten des 19. Jahrhunderts sind Spiegelbild der Bonner Kultur- und Geistesgeschichte. August Wilhelm von Schlegel, Robert und Clara Schumann, Adele Schopenhauer, Schillers Gattin Charlotte und sein Sohn Ernst und auch die aus Ehrenbreitstein stammende Mutter Beethovens sind hier beerdigt. Auch berühmte Bonner Professoren wurden auf dem Alten Friedhof bestattet: August Wilhelm von Schlegel, Ernst Moritz Arndt, Friedrich Argelander, Barthold Georg Niebuhr, Karl Simrock. Hier ruhen auch die Gebrüder Boisserée, die u.a. den Grundstock der Alten Pinakothek in München legten und für die Vollendung des Kölner Doms sorgten.
Viele Grabstätten sind mit Grabmälern von Schinkel, Rauch, Stüler und Cauer geschmückt.
Inmitten des Friedhofs steht eine spätromanische Kapelle, die von der Deutschordenskommende Ramersdorf 1846-50 hierher übertragen wurde.
Von Mai bis Oktober finden dienstags um 15 Uhr und an jedem ersten Samstag im Monat um 11 Uhr Führungen ab Eingang Bornheimer Straße statt.
| Januar, | 08:00-17:00 | |
| Februar, | 08:00-18:00 | |
| März-August, | 07:15-18:00 | |
| September, | 08:00-20:00 | |
| Oktober, | 08:00-19:00 | |
| November-Dezember, | 08:00-17:00 | |