
Tag der deutschen Einheit / NRW-Tag
„Die Politik kehrt zurück nach Bonn – für drei Tage. Deutschland feiert die Deutsche Einheit in der Stadt. Bundesratspräsidentin Hannelore Kraft will den politischen Gedenktag in Bonn feiern, gemeinsam mit dem Nordrhein-Westfalen Tag. Erstmals werden damit auch beide Events vereinigt“, freut sich Jürgen Nimptsch, Oberbürgermeister der Stadt Bonn. „Gefeiert wird vom 1. bis 3. Oktober mit festlichem Staatsprotokoll und fröhlichem Bürgerfest. Auf Bühnen, Straßen sowie Plätzen informieren und unterhalten hunderte von Anbietern die erwarteten mehreren hunderttausend Gäste. Die Feiermeile erstreckt sich auf 3,5 Kilometern Länge von der Bonner Innenstadt, dem Rheinufer, bis ins heutige Bundesviertel und zum UNO-Campus. Ein besonderer Anziehungspunkt sind die Schauplätze der ‚Bonner Republik’, die Plenarsäle des Deutschen Bundestages, das Palais Schaumburg und die Villa Hammerschmidt“, so Nimptsch. Bundespräsident Christian Wulff begeht am 2. Oktober mit tausenden Kindern den Weltkindertag im Park der Villa Hammerschmidt. Die Spitzen aller Verfassungsorgane aus Bund und Ländern treffen sich an diesen Tagen in der ehemaligen Bundeshauptstadt.
Gästestatistik 2010
Im Jahr 2010 hat der Tourismus in Bonn einen erheblichen Aufwind bekommen und das beste Ergebnis seit 1986 erreicht. Neben vielen Gästen aus Übersee, bereisten auch die europäischen Nachbarn sowie eine Vielzahl von nationalen Gästen die Region.
Die Stadt Bonn weist ein Plus von 6,1 Prozent (1.209.026) bei den Übernachtungen auf und erreichte rund 11.000 Übernachtungen mehr als im Rekordjahr 2008. Es reisten 10,2 Prozent mehr Gäste aus Deutschland und 5,8 Prozent mehr Besucher aus dem Ausland in die Bundesstadt. Der Rhein-Sieg-Kreis erzielte ebenfalls ein starkes Ergebnis, dort zeigt sich hingegen ein umgekehrtes Phänomen: ein Plus von 6,7 Prozent bei den deutschen Gästen und ein Anstieg von 15,7 Prozent bei den Gästen aus dem Ausland. Für die Übernachtungszahlen bedeutet dies ein Plus von 5 Prozent (1.134.565 Übernachtungen).
Die globale wirtschaftliche Aufhellung war der wichtigste Faktor für die Zuwächse. Sie stärkte den Geschäftsreise- und Kongressmarkt; dies wirkte sich durch die DAX-Unternehmen, die mittelständischen Betriebe und beispielsweise durch die UNO-Klimakonferenzen positiv aus. Der Aufschwung sorgte auch dafür, dass die Überseeländer, allen voran die „emerging markets“ (China: plus 45,3 Prozent, Indien: plus 13,5 Prozent, Russland: plus 9,2 Prozent), ihre Reisetätigkeit wieder wahrnahmen und so als Quellmärkte weiter in den Fokus rücken.
Flusskreuzfahrten – Ein Markt mit viel Potential
Der Kreuzfahrtenmarkt boomt seit Jahren. Neue Konzepte und größere Schiffe sprechen ein jüngeres Publikum an. Von 1999 bis 2009 wuchs der Markt um 198,8 Prozent. 2009 erzielten die deutschen Flussreiseveranstalter einen Umsatz von nahezu 424 Millionen Euro und beförderten rund 400.000 Passagiere. Auch für 2011 erwarten die Experten, analog zum Aufschwung der Reisebranche, kräftige Zuwächse. „Noch vor vier Jahre reisten rund 50.000 Personen mit Flusskreuzfahrtschiffen nach Bonn. In 2010 waren es bereits rund 60.000 Gäste. Das macht sich auch in der Präsenz bei mehr als 20 Kreuzfahrt-Reiseveranstaltern bemerkbar“, freut sich Tilmann Flaig, Geschäftsführer der Tourismus & Congress GmbH Region Bonn / Rhein-Sieg / Ahrweiler (T&C). „Seit vielen Jahren bearbeiten wir intensiv den Markt, so ist Bonn heute ein bedeutender Haltepunkt für Flusskreuzfahrten“, so der Touristiker.
Die zentrale Lage der Anleger mit unmittelbarer Innenstadtanbindung machen es den Gästen jeder Altersgruppe leicht, die schöne kurfürstlich geprägte Innenstadt in Bonn oder die touristischen Highlights in Königswinter zu erreichen. Herausragende Ausstellungen, Themenstadtführungen, ausgefallene Shoppingmöglichkeiten und ein weitgefächertes gastronomisches Angebot bieten für jeden etwas. In Königswinter wird eine neue touristische Achse vom Schiffsanleger über die Drachenfelsbahn, die prachtvoll restaurierte Drachenburg bis zum Drachenfelsplateau gebaut. Mit der Neugestaltung des Drachenfelsrestaurants und der Bahnhaltestelle wird bald eine attraktive touristische Infrastruktur fertiggestellt.
Der durchschnittliche Flusskreuzfahrer hat ein Haushaltsnettoeinkommen von rund 3.000 Euro und damit überdurchschnittlich viel Geld zur Verfügung. Er gibt etwa 184,60 Euro pro Reisetag (Übernachtung, Verpflegung, Shopping, sonstige Dienstleistungen) aus und bleibt rund 7,9 Tage auf dem Schiff. Dies bedeutet eine enorme Wertschöpfung für die Regionen. Für Bonn bleiben so rund 50 Euro pro Reisetag, und damit rund drei Millionen Euro pro Saison an Wertschöpfung übrig. Gehen die Gäste doch von Bord und konsumieren im Einzelhandel, in der Gastronomie und bei touristischen Leistungsträgern, wie beispielsweise Stadtführungen. „Darum bauen wir spezielle Programme zu den Weihnachtsmärkten und Reisen zu ‚Rhein in Flammen’ aus“, so Flaig. Besonders die Weihnachts- und Adventsfahrten bieten viel Potential, da sie außerhalb der Hauptreisezeit von Mai bis September fallen.
www.bonnhotels.de - inklusive freie Fahrt mit Bus und Bahn
Ein neues ÖPNV-Ticket revolutioniert die Hotelbuchung in Bonn. Kundenfreundlich und umweltbewusst kommt es daher. Jeder Gast erhält es automatisch und kostenlos, kann es sogar zu Hause ausdrucken, wenn er sein Hotelzimmer über das Buchungssystem der T&C, www.bonnhotels.de, bucht. Es gilt für die gesamte Region Köln / Bonn und kann schon bei der Anreise vom Flughafen Köln / Bonn oder vom ICE-Bahnhof Siegburg / Bonn genutzt werden.
Davon profitieren neben Tagungs- und Kulturgästen auch Aktiv-Urlauber der Region. Die Naturlandschaften rund um Bonn waren schon immer bei Wanderern und Radfahrern beliebt. Um so erfreulicher, dass sich neben dem Rheinsteig ein weiterer Qualitätswanderweg, der Siegsteig, in der Region positioniert. Sie ergänzen das bereits gut ausgebaute Radwegenetz für die Aktiv-Gäste. Urlauber können ihren Start- und Zielpunkt kostenlos und bequem mit der Bahn erreichen.
Museen und Ausstellungen
Auch die Bonner Museumsmeile wird 2011 wieder ein Mekka für Kulturtouristen: Highlights sind die Ausstellungen „Art and Design – The Victoria and Albert Museum“ (18. November 2011 bis 15. April 2012) in der Kunst- und Ausstellungshalle (www.bundeskunsthalle.de). „Mit 17...Jung sein in Deutschland“ (Juli 2011 bis März 2013), heißt die neue Ausstellung im Haus der Geschichte. Hunderte Musikstücke beschreiben die Zeit der Jugend (www.hdg.de).
Unter dem Titel „THROUGH THE LOOKING BRAIN“ (23. Juni bis 25. Sept. 2011) präsentiert das Kunstmuseum Bonn eine noch nie gezeigte Schweizer Fotosammlung. Mit einem Paukenschlag: „ALBERT OEHLEN“ (1. März bis 2. Juni 2012), der einstige „Junge Wilde“, zeigt sie Malerei in großem Format (www.kunstmuseum-bonn.de). Das Deutsche Museum Bonn zeigt die Ausstellungen „Kekulés Traum“- Mythos und Vermächtnis einer chemischen Revolution (13. Juli bis 26. Febr. 2012). Sie zeigt im Jahr der Chemie 2011 den Weg von pflanzlichen Farbstoffen zu industriell hergestellten Pigmenten (www.deutsches-museum.de/bonn). Im LVR Landesmuseum Bonn können Besucher einen 3,80 Meter großen Elefanten bestaunen. Die Ausstellung „Elefantenreich – Eine Fossilwelt in Europa“ (14. April bis 6. Nov. 2011), zeigt 200.000 Jahre alte Fossile und Funde von Nashörnern, Büffeln, Elefanten und Höhlenlöwen (www.rlmb.lvr.de).
Feste und Veranstaltungen
Im Liszt-Jahr blickt das Beethovenfest (9. Sept. bis 9. Okt. 2010) auf seine lange Tradition zurück: 1845 organisierte Franz Liszt zur Einweihung des Beethoven-Denkmals ein dreitägiges Musikfest zu Beethovens Ehren. Heute werden vier Wochen lang Programme von Klassik über Jazz, von Lesungen zu Filmen und Schülerprojekten geboten, das Festival ist ein fester Ankerpunkt im Bonner Kulturjahr und im internationalen Festivalkalender.
Nicht vergessen werden soll das Ereignis, das alljährlich am ersten Samstag im Mai den Veranstaltungsreigen in der Region Bonn eröffnet: „Rhein in Flammen am Siebengebirge“. 2011 steht der Schiffskonvoi auf dem romantischen Rhein und die fulminanten Feuerwerksspektakel unter dem Motto „Einfach weltmeisterlich“ und greift die FIFA-Frauenweltmeisterschaft in diesem Jahr auf.
Der Geheimtipp für alle Musikfans
Das Beethoven Orchester Bonn bietet für Reiseveranstalter Probenbesuche auf der Bühne bei ausgewählten Konzerten an. Hier können sich Musikbegeisterte ein Bild von der Arbeit des Orchesters machen, und so den Prozess der Musikproduktion bis zum Ergebnis im Konzert verfolgen.